Sportsbusiness - Dirk Schülgen Teil 2 - Marketing und Personal Brand

Die heutige Folge knüpft direkt an den ersten Teil mit Dirk Schülgen an. Dirk kennst du ja bereits, wenn nicht, dann höre dir zuerst die letzte Episode des Sportsbusiness Podcasts an. Maurice und Dirk gehen heute näher auf das Thema Marketing ein, nachdem sie letzte Woche auf die Basics und Werte eingegangen sind. Sie besprechen, wie man als Physiotherapeut oder Trainer sein Marketing besser auf seine Werte anpassen kann. Dirk gibt Einblicke in das Marketing von Nike und erklärt, wie man auch als Trainer Marketing betreiben kann, dass sich von anderen abhebt.

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Marketing bei Nike


Zu Beginn erzählt Dirk etwas über das Marketing bei Nike. Auch ein großes Unternehmen wie Nike definiert zuerst seine Werte, um diese dann auf die Athlet*innen übertragen zu können. Im Marketing bei Nike steht nicht der Claim „Just do it“ im Vordergrund, sondern „We serve athletes*“ mit der Ergänzung des Sterns -> „if you have a body, you are an athlete“. Nike sieht sich als Diener von Athleten. Die Kampagnen beruhen auf Geschichten. Sie suchen sich die nötigen Insides, welche dann als Basis für die Geschichten im Marketing dienen. Die Geschichte eines Athleten muss lohnenswert und inspirierend für die Kunden sein, sodass diesen auch einen Mehrwert geboten werden kann. Als Beispiel nennt Dirk Boateng und seine Geschichten aus der Kindheit, die in einer bekannten Kampagne aufgegriffen wurde.


Im Marketing ist man ein Geschichtenerzähler!“


Auf Trainer und kleine Trainerteams übertragen

Auch Trainer können diesen Ansatz verfolgen und z.B. ihre Erfolgsgeschichte erzählen. Wenn man als Trainer seine Geschichte erzählt, sollte der Mensch im Vordergrund stehen. Man kann auch seine Kunden sprechen lassen und einen emotionalen Ansatz wählen. So bleibt man den Kunden viel länger im Gedächtnis.


„Man kann sich von anderen absetzen, wenn man das Ganzheitliche mit dem Menschen und den Emotionen sieht!“


Wandel der Sportbranche


Generell entwickelt sich das Marketing und besonders das Marketing im Sportbereich eher in eine offene, ehrliche und von Diversität geprägte Richtung. Somit entstehen sehr viel ehrlichere und echtere Kampagnen. Ein Fitnessstudio scheint somit nicht mehr ein elitärer Club von Männern mit Sixpacks zu sein, sondern ist für alle zugänglich. Viele haben Berührungsängste und wollen nicht ins Fitnessstudio gehen, aber so kann man gegen diese festgefahrenen Strukturen ankämpfen.


Diesen Ansatz verfolgt auch Maurice. Denn er will mit seinen Konzepten zur Gesundheitsförderung in Unternehmen auch die Menschen zum Sport machen bringen, die sich sonst kaum bewegen. Die Home Office Thematik bietet auch hier superspannende Möglichkeiten. Denn zu Hause kann eher mal an einem Online Kurs teilnehmen, ohne sich beobachtet zu fühlen. Genau dann erreicht man die Menschen, die jahrelang keinen Sport mehr gemacht haben.


Personal Brand


Auch Nike kann nicht die Geschichte von jedem Athleten erzählen, die sie unter Vertrag haben. Aber genau das pusht die Sportler aber auch untereinander und zielt darauf ab, dass sich sie aus der Masse herausstechen wollen.

Man muss sich also auch als Sportler ein eigenes Profil und eine eigene Marke aufbauen. Es ist wichtig, sich als seine eigene Marke zeigen.

Maurice ist auch Fan davon, dass sich jeder im Team eine Personal Brand aufbaut.







Marketingkanäle und Plattformen


Aber welcher Kanal ist der Beste für mein Marketing?

Es gibt natürlich sehr viele verschiedene Plattformen wie LinkedIn für die eigene Brand, andere soziale Netzwerke, eine Website oder einfach simple Flyer.

Alles sollte dem Kern und den Werten von Beginn entsprechen und trotzdem kann man auf den verschiedenen Kanälen auch unterschiedlichen Content bringen. Die Herausforderung ist es dann, die Vielzahl der Plattformen und Möglichkeiten optimal zu nutzen. Man sollte immer versuchen, den bestmöglichen Content für den jeweiligen Kanal zu produzieren.

Vor dieser Herausforderung stehen sowohl große als auch kleine Unternehmen und man braucht die Freiheit, alle Trends auszuprobieren und herauszufiltern, was gut und was nicht gut funktioniert.



Konkrete Tipps


Wenn das Trainerdasein das Kerngeschäft ist, dann sollte man seine Zeit für Marketing so gering und effizient wie möglich halten. Man kann sich z.B. einen Tag Zeit nehmen, um Content zu produzieren, der dann aber auch auf den verschiedensten Plattformen genutzt werden kann. Und anschließend kann man diesen Content dann auch über mehrere Tage und Wochen ausspielen.

Marketing braucht viel Organisation und Planung. Man muss auch nicht direkt mit mehreren Kanälen voll durchstarten, sondern kann auch erst mal klein auf einem Kanal anfangen und sich dann weiterentwickeln.


Einfach anfangen, die eigene Geschichte zu erzählen und dazu lernen. Dann ist es vielleicht auch Typ Sache, ob man lieber viel plant und an einem Tag produziert, oder ob man es schafft, über die Woche nebenbei Content zu produzieren.


„Findet einfach euren Weg. Es gibt kein richtig oder falsch!“


Funnelstruktur


Stell dir einen Trichter vor und oben kommen ganz viele Kunden rein, die einem irgendwo begegnet sind. Kunden folgen dann einem gewissen Weg mit verschiedenen Kontaktpunkten. Die, die dann am Ende unten rauskommen, das sind die Kunden, die wirklich Interesse an deinem Produkt haben und es dann auch kaufen.


Dann gibt es viele Möglichkeiten, Kunden auf diesem Weg zu targeten oder sie auf die Website zu leiten und gewisse Dinge tun zu lassen, dass sie dann am Ende Kunde werden und kaufen. Auch mithilfe von Datensammeln und Werbung schalten etc.


Das Ganze hat eine Form eines Trichters, weil viele auch aus dem Funnel rausfallen. Dann hat man die Möglichkeit, die, die raus fallen, auch wieder reinzubekommen und ihnen dann mit einem Newsletter einen Mehrwert zu bieten und sie dann dauerhaft an die Marke zu binden.



Marketing Tipps für Physiotherapeuten


Wenn man noch mal einen Schritt zurück zur Customer Journey geht, dann geben Maurice und Dirk konkrete Tipps wie ein Physiotherapeut sein Marketing optimieren kann.

Wenn man weiß, was die Menschen für Probleme haben und was sie dann machen, um sie zu lösen, dann kann man sein Marketing darauf anpassen. Man kann sich dann mal in die Situation des Kunden versetzen und seinen Weg bis zum Physiotherapeuten nachvollziehen.


Wenn der Kunde schmerzen hat, dann fängt er an, sich umzuschauen und nach Lösungen zu suchen. Auf diesem Weg muss man den Kunden, der nach Hilfe sucht, dann abholen. Ziel muss es ein, bei den Kontaktpunkten aufzutauchen und auf sich aufmerksam zu machen.


Man sollte sich fragen, welchen Weg der Kunde durchläuft und wie schafft man es darin, relevant zu sein. An dieser Stelle kann man dann die verschiedensten Marketingstrategien ausprobieren und abwägen, was funktioniert.


„Geht immer vom Kunden aus! Und fragt euch, was er macht, um seine Probleme zu lösen.“

Wenn man diese Strukturen ein bisschen versteht, kann man viel erreichen. Social Media ist dafür dann auch eine sehr gute Plattform. Denn man schafft es mit relativ wenig Aufwand, viele Leute zu erreichen und mehrere Kontaktpunkte zu schaffen. So ist man dauerhaft beim Kunden präsent und holt ihn auf seinem Weg und mit seinem Problem ab.




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