Sportsbusiness - mit Steuerberater Florian Würsig Teil 1

Updated: Jun 4, 2021

In der aktuellen Episode des Sportsbusiness Podcasts hat Maurice seinen Steuerberater Florian Würsig eingeladen. Maurice behauptet, dass Florian wahrscheinlich mehr Einblicke in seine Finanzen hat, als er selbst und dabei hebt er mindestens genauso viel Kilo oder sogar mehr wie er. Im ersten Teil sprechen die beiden über den Werdegang und Hintergrund von Florian und was man bei der Gründung eines eigenen Unternehmens steuerlich beachten sollte. Wenn du diese und viele weitere spannende Themen rund um Steuern und den zweiten Teil mit Florian Würsig nicht verpassen willst, dann lese jetzt den Blogartikel zur neue Folge und abonniere das Körperkonzept Kollektiv!



Florian Würsig


Flo ist Steuerberater, 28 Jahre alt und ist seit diesem Jahr Partner in einer Steuerkanzlei.

Seit mittlerweile 9 Jahren ist er in der Steuerbranche tätig und hat letztes Jahr vor Corona die Prüfung zum Steuerberater abgelegt. Maurice und Flo haben sich über die Kanzlei kennengelernt, die Maurice damals bei der Gründung ein sehr gutes Angebot gemacht hat.


Sportlich hat Flo ganz typisch mit dem Fußball angefangen, ist dann mit 16/17 ins Fitnessstudio gegangen und hat anschließend Freeletics gemacht. Vor ca. fünf Jahren ist er CrossFit durchgestartet. Vor der Steuerberater Prüfung hat er sehr viel und intensiv trainiert.

Er hat in Neu-Isenburg mit CrossFit angefangen und ist jetzt in einer Box in Darmstadt, wo er auch coacht. Sein aktuelles Kniebeugen Gewicht: 175kg und Kreuzheben: 180kg.


Bevor Maurice und Flo auf die steuerlichen Themen eingehen, reden sie natürlich noch ausführlicher über die verschiedensten Themen aus dem Sportbereich und vor allem über CrossFit. Und wie sie Sport und Arbeit vereinen und ergänzen. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, dann höre dir die Folge auf deiner Lieblingsplattform an ;)



Thema Steuern


Maurice hat Flo in den Podcast eingeladen, weil er selbst superviele Fragen hat und einen tollen Mehrwert für die Hörer bieten möchte. Sie besprechen steuerliche Grundlagen zum Thema Gründung, auch im Personaltraining oder Physiotherapie Bereich.

In der zweiten Folge werden sie dann auch steuerlich auf das Thema Gesundheitsförderung eingehen.


Florian gibt hilfreiche Tipps zum Thema Gründung. Natürlich kostet die Beratung Geld, aber letzten Endes ist sie auch sehr hilfreich und man kann sich einige Probleme, Zeit und Kopfschmerzen während der Gründung sparen. Zu Beginn ist oft eine intensive Betreuung nötig, da viele Jungunternehmer oft einige Fragen haben. Am Ende sollte der Steuerberater einer der besten Partner sein und das Vertrauensverhältnis untereinander stimmen.

Man kann auch nicht immer bei allen Themen beraten und natürlich nur soweit, wie sich jemand beraten lassen will.



Tipps zur Gründung


1. Gesellschaftsformen


Zu Beginn sollte man unbedingt entscheiden, mit welcher Gesellschaftsform man gründen möchte.

Diese Entscheidung hängt natürlich vom Mandanten ab und der Steuerberater kann ihn dabei nur unterstützen und ihn über die Vor- und Nachteile in Kenntnis setzen. Entscheiden muss sich der Kunde letzten Endes dann selbst.


Als Gesellschaftsformen gibt es das Einzelunternehmen, eine GbR, eine GmbH, eine UG oder eine GmbH & Co. KG. Die meisten Startups wählen die GbR oder GmbH und haben damit auch genug zu tun.

Im bestmöglichen Fall kommt man schon vor der Gründung auf den Berater zu und gründet erst nach der Beratung, weil das Auflösen einer Gesellschaft sehr aufwendig ist. Die verschiedenen Gesellschaftsformen bieten natürlich steuerliche Vor- und Nachteile, sodass man abwägen muss, was am besten zu einem passt und weshalb sich eine Beratung lohnen könnte.

Früher oder später muss man damit rechnen, dass das Unternehmen geprüft wird und dann will man negative Überraschungen vermeiden. Meistens tauchen solche Fehler dann auch erst nach Monaten oder Jahren auf. Wenn man sich von vorneherein beraten lässt, können solche Probleme meistens vermieden werden.


2. Konto


Regel Nr.1 bei der Gründung: das Geld, was am Ende auf deinem Konto landet, muss noch versteuert werden. Der entscheidende Unterschied zum Angestelltenverhältnis liegt darin, dass das, was am Monatsende auf dein Konto kommt, einem nicht komplett gehört, sondern die Steuern noch nicht abgezogen wurden.


Maurice Tipp: macht verschiedene Konten und Unterkonten, sodass Privates und das Unternehmen getrennt werden. Gründe Unterkonten, auf die du ein Backup überweist. Überweise dort die 20% Steuern hin, um diese dann am Ende des Jahres zahlen zu können, denn diese 20% sind nicht dir. Im Prinzip wird dieser Betrag nur vorübergehend über dein Konto geschoben, bis er dann beim Finanzamt landet. Extra Konten machen die Steuererklärung einfacher und übersichtlicher. Behandle diesen Teil nicht so, als wäre es dein Geld!



3. Umsatz- und Einkommenssteuer


Wie oben schon genannt, gehen noch mal 20% deines Geldes an den Staat. Das sind die Umsatzsteuern. Diese solltest du rechtzeitig zurücklegen, denn das Finanzamt findet es überhaupt nicht lustig, wenn das Geld nicht vorhanden ist oder man es zu spät meldet.

Und dann kommt noch die Lohnsteuer, welche eigentlich nichts anderes als eine Vorauszahlung auf die jährliche Umsatzsteuer.



4. Pricing


Maurice sieht das Pricing in der Gründungsphase als sehr wichtig an. Man sollte sich wirklich intensiv damit auseinandersetzen und dabei auch schon auf die Umsatzsteuer achten und die 20% mit einberechnen. Das sollte einem vorher unbedingt bewusst sein, damit einem im Folgejahr kein Geld fehlt. Es macht also Sinn, vorher alles einmal durchzukalkulieren.



Frage von Sarah


Sarah ist 20h bei Mocica als Social Media Managerin angestellt und arbeitet zusätzlich als selbstständige Personaltrainerin.


Was kann sie alles einreichen, um umsatzsteuerfrei zu bleiben?

Einfache Antwort: gar nichts


Sobald man über die ca. 22.000€ Umsatz im Jahr kommt, dann musst man Umsatzsteuern zahlen. Man kann also theoretisch einfach schauen, dass der Umsatz nicht mehr als das Limit wird. Lieber wertvolle Kunden haben und nicht über das Limit kommen, als viele Kunden haben und viele Steuern zahlen. Man sollte also klar kalkulieren, was man will. Und im Vorhinein die Umsatzsteuer mit einkalkulieren und auch im Pricing mit einplanen.

Im Zweifel kann man sich dann auch einen Steuerberater suchen, wenn man selbst nicht mehr alles im Blick hat.


-> Entweder Rat holen oder selbst versuchen alles richtig und ausführlich zu kalkulieren.



Folge uns @koerperkonzept_podcast, um nichts mehr zu verpassen und höre/schaue bei den nächsten Folgen wieder rein. Alle Folgen sind auch auf unserem YouTube Kanal im Video Format zu finden.

Teile diesen Beitrag mit Freunden und Bekannten, die dieses Thema auch interessiert könnte.



27 views0 comments