Therapie & Performance - mit Coachkuis über Biomechanik

In der heutigen Folge war Thomas in München bei Christopher Herrmann von MTMT, dem vielleicht besten Gym um München für Personaltrainings und Coaching. Sie haben über den Werdegang von Chris und das MTMT Gym geredet. Des Weiteren ging es um den aktuellen Stand der Physiotherapie Branche, wo diese sich vielleicht hin entwickeln könnte, was man dafür tun muss, damit sie sich entwickelt und Chris plaudert aus dem Nähkästchen. Er nennt seine Mentoren, sagt, welche Bücher er liest, die ihn krass weitergebracht haben. Außerdem reden die beiden über Biomechanik und ganz viele andere spannende Themen!


Christopher Herrmann ist Coach und Head of Education im Personaltraining Studio MTMT in München. Dort ist er als Coach angestellt und zusätzlich ist er Mitgründer von MTMT Life, worüber der Podcast und Instagram etc. läuft. Chris ist 30 Jahre alt und seit ca. 6 Jahren Trainer. Er und Thomas haben sich ursprünglich über Basketball und andere Freunde kennengelernt.


Der Weg zu MTMT


Chris hat Sport in München studiert und während dem Studium sein Pflichtpraktikum bei MTMT absolviert. Seitdem arbeitet er dort und durfte die Ausbildung unter den Gründern Andi und Thilo genießen, sodass er sich auch seinen eigenen Kundenstamm aufbauen konnte. Vor 1 ½ Jahren hat er noch den Titel Head of Education erhalten. Chris ist somit für die internen Fortbildungen zuständig und organisiert einmal die Woche ein Skillmeeting. Inhalte dieser Meetings sind dann unter anderem Biomechanik und Traniningsplanung. Diese Meetings kann man übrigens auch auf der MTMT Seite buchen ;)




Biomechanik


Die Frage danach, wie der Mensch funktioniert. Man sollte lernen, wie sich der menschliche Körper bewegt und die Funktionen verstehen. Biomechanik ist bei Chris und auch bei Thomas auf jeden Fall ein großes Thema. Auch um Studium gab es Kurse dazu, aber diese waren sehr limitiert und eher lückenhaft. Durch das aufmerksam machen von Biomechanik durch andere Coaches kam auch Chris zu dem Thema und stellte fest, wie wenig er doch darüber Bescheid wusste und fing deshalb an, sich mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Denn im Endeffekt ist das Verstehen des Menschen essenziell für Physiotherapeuten, aber auch Trainer und früher oder später sollte sich jeder einmal damit befasst haben.


„Je mehr das Verständnis wächst, desto besser kannst du arbeiten!“

Chris will grundsätzlich alles besser verstehen und dann auch in der Anwendung davon profitieren können. Denn bei vielen Übungen im Training muss man die Biomechanik und die Grundsätze der Bewegungen verstehen, um dann auch gut coachen zu können.

Der Mensch ist sehr komplex, weshalb man sich auch sehr viel Wissen anhäufen kann. Aber genau das ist dann auch wieder hilfreich, wenn man den Menschen in alle Richtungen verstehet und trainieren kann. Aber hier geht es dann auch nicht nur um die physischen, sondern auch immer öfter um die psychosomatischen Grundlagen.



Wie lernt man etwas über Biomechanik?


Natürlich gibt es auch in diesem Bereich sehr viele Herangehensweisen und Chris erklärt, wie er es gemacht hat.

Grundsätzlich rät er dazu, sich Guides oder Leute zu suchen, von denen man sehr viel lernen kann und die sehr guten Content zu diesem Thema liefern können. Chris nennt z.B. Bill Hartman und sein Modell, das grundsätzlich nur auf zwei Bewegungen basiert: Außen- und Innenrotation bzw. Expression und Kompression. Des Weiteren nennt er Dr. Pat Davidson und viele andere.


Natürlich gibt es dann auch noch die klassischen Biomechanikbücher und andere Literatur. Chris konnte aber viel mehr durch Podcasts oder Videos lernen. Grundsätzlich kann man auch durch und mit Social Media lernen, aber hier ist es eher schwierig ,fundiertes Wissen und Quellen zu finden, denen man auch vertrauen kann ohne seine Zeit zu verschwenden.


Ergebnisse produzieren, Branche voranbringen


Thomas rät dazu, auf Social Media nur Leuten zu folgen, die einen und vor allem die Branche auch wirklich voranbringen und nicht nur mit Wissen prahlen. Leute, die einem wirklich etwas erklären und vermitteln wollen und auch können, sind hilfreich. Wenn man die Fitnessbranche auf ein neues Level heben möchte, dann musst du auch guten Content kreieren und damit möglichst viele Leute erreichen. Zeigen, was man besser machen könnte, anstatt nur aufzuzeigen, was alles schiefläuft.






Grundprinzipien verstehen


Im Endeffekt sind die Menschen vom Aufbau doch alle gleich bzw. sehr ähnlich. Deshalb reicht es, wenn man erst einmal die grundlegenden Fakten versteht, ohne sich direkt auf die kompliziertesten Studien zu berufen. Denn wenn man die Grundprinzipien erfasst hat, braucht es nicht mehr die außerordentlichen Studien, die ins kleinste Detail gehen.

Natürlich beruht alles auf Studien, aber Studien als das Größte anzusehen ist zu einseitig und basic. Stattdessen sollte man auch mal eigene Erfahrungen machen und sich nicht immer nur auf die Wissenschaft verlassen. Kritisches und vor allem logisches Denken ist wichtig. Auch mal die Tatsachen hinterfragen. Nur so kann man sich weiterentwickeln.



Keine basic Übungen!


Die basic Übungen im Kraftraum haben wenig mit den natürlichen Bewegungsabläufen des menschlichen Körpers zu tun! Die Übungen und Bewegungen der Biomechanik sehen dann auch mal etwas unkonventioneller aus, sind aber durchaus sinnvoll, da sie eben auf den Funktionen des Menschen basieren. Die klassischen Übungen im Krafttraining wurden dahin gegen von den Menschen erfunden und spiegeln nicht die natürlichen Bewegungen wider.


Der Kraftsport ist noch eine sehr junge Bewegung und muss und wird sich natürlich auch noch weiterentwickeln. Denn man kann jetzt einfach noch nicht alles wissen und das ist auch in Ordnung. Denn die Zukunft bringt hoffentlich noch viele Veränderungen und neue Denkanstöße mit sich.




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