Therapie & Performance - Muskelverhärtung, Atlastherapie und Bewegungsmuster

Welcome back! Nach drei Wochen ist Jonas endlich wieder zurück und spricht mit Thomas über seine Schokoladenseite, seine Frisur und natürlich auch über Therapie und Performance Themen.

Thomas und Jonas besprechen natürlich wieder einen Fall der Woche inklusive der Atlastherapie, sprechen über Thomas rotierten Wirbel und wieso ein Muskel überhaupt verhärtet und klären, warum ein Muskel strukturell nicht verkürzen kann!

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Thomas hat Rückenschmerzen und Jonas hat ihn vor der Aufnahme behandelt. Er stellte fest, dass Thomas eine Rotationsblockade im oberen Teil der LWS hat. Außerdem war der Muskel, der von der Wirbelsäule zum Becken zieht, deutlich verhärtet.

Thomas ist in den letzten Tagen viel Auto gefahren und die Sitzposition war ein entscheidender Faktor für die Schmerzen. Thomas Wirbel hat rotiert blockiert gestanden. Hier redet man wieder von Tendenzen, denn dieser Begriff passt am besten.

Oft liegt die Ursache der Schmerzen schon im Ansatz vom Becken, deshalb muss man dieses auch untersuchen.



Warum wird ein Muskel überhaupt hart?


Strukturell gesehen kann ein Muskel nicht verkürzen, das sagt man oft nur so leicht dahin.

Es fühlt sich meistens nur eng oder verkürzt an und deshalb denken die Leute, dass es so ist.

Klingt ja auch logisch und deshalb glauben viele, dass sich ein Muskel verkürzt, wenn er zu lange in einer falschen Haltung ist.

Ausschlaggebend für einen harten Muskel können ungewohnte Positionen des Muskels oder auch neuronale Ursachen aufgrund einer Rotationsblockade sein.


Der Körper merkt sehr schnell, wenn etwas nicht mehr normal steht, weil die Druckinformationen nicht mehr so wie vorher sind. Zum Beispiel ein Wirbel gibt auf der einen Seite mehr Druck als auf der anderen, dann merkt der Körper, dass dort etwas nicht stimmt. Dann fährt der Körper die umliegenden Muskeln und Strukturen fest, um diesen Bereich erst mal zu schützen, weil er nicht weiß, was noch kommt. Wenn die Spannung hochgefahren wird, kann das der Auslöser für die Schmerzen sein.

Körper hält die Segmente fest und sagt, dass hier erst mal nichts mehr geht, um den Körper zu schützen und lässt sozusagen nicht mehr los. Es findet also weniger oder kaum Bewegung mehr in den Muskeln statt, sondern es herrscht eine erhöhte Grund- oder Schutzspannung.


„Aber auf struktureller Ebene wird kein Muskel kürzer!“


Wie bekommt man einen Muskel wieder weich?


Die meisten würden jetzt sagen, dass man den Muskel auf jeden Fall dehnen sollte. Aber was heißt dehnen überhaupt? Man versucht dabei den Muskelursprung und -ansatz möglichst weit auseinanderzuziehen.

Man könnte versuchen, diese erhöhte Grundspannung durch Dehnübungen zu lösen, aber das ist keine nachhaltige Therapie und bringt nicht viel. Es wird immer wieder zu diesem Problem kommen, weil die Ursache nicht gelöst wurde.

Die Schmerzen gehen erst dann weg, wenn der Körper wahrnimmt, dass der Wirbel wieder richtig steht und das alles in Ordnung ist. Nicht durch ein paar Dehnübungen.


„Das muss erst einmal das Grundverständnis der Therapie sein. Dehnen bringt nicht viel Kräftigung schon!“


Jonas Fall der Woche – Atlastherapie


Jonas behandelte eine Frau mit Schmerzen im unteren Rücken, die sich nach einer Atlas Korrektur dann auch in den oberen Teil des Rückens verbreitet haben. Konkret verstärkten sich die Schmerzen also nach Korrektur, weshalb sie auch zu Jonas kam.

Des Weiteren hatte sie auch einen Druck im Bereich des Sternums verspürt und hatte somit Schmerzen beim Atmen. Neben den Atemproblemen war ihre Rotation stark eingeschränkt und die Patientin hatte sogar mit Schwindel zu kämpfen.


„Halswirbelsäulen Korrekturen sind nicht ohne, sind auch gefährlich und können auch Probleme auslösen!“

Nach der Korrektur gingen die Beschwerden wieder weg und Jonas konnte ihr somit sehr gut helfen. Direkt nach der ersten Behandlung konnte sie gleich viel besser atmen und verspürte nicht mehr diesen Druck in der Brust.

Der entscheidende Unterschied zwischen der Behandlung des Arztes und der Behandlung von Jonas: Jonas hat am Becken angefangen zu behandeln und nicht oben beim Atlas, wie der Arzt es getan hat.



Thomas Fall der Woche


Thomas Fall der Woche ist ein 14-jähriger Junge, der sehr intensiv eine gelenkschonende Sportart betreibt und dort auch sehr erfolgreich in der Nationalmannschaft ist.

Er kam mit unspezifischen Knieschmerzen, ohne Sturz oder strukturellem Schaden zu Thomas. Außerdem sollte man beachten, dass der Junge noch im Wachstum ist.

Alle zuvor behandelnden Ärzte und Therapeuten kamen zu dem Entschluss, dass das Knie operiert werden muss. Thomas versteht aber nicht, warum immer so schnell operiert werden soll. Es war doch gar nicht klar, was man überhaupt operieren kann?!


Thomas erzählt in diesem Zusammenhang auch von einer weiteren Patientin, eine junge Dame, gerade mal 18 Jahre alt. Sie kam mit Schmerzen in der Leiste und wurde bereits zuvor schon einmal operiert. Nach der OP stellte man fest, dass das, was operiert wurde, gar nicht das Problem war. Thomas hat sie jetzt schon mehrmals behandelt und die Perioden, in denen es besser ist, werden immer länger.

Aber man muss verstehen, dass es auch solche Probleme gibt, die man nicht mit einer Behandlung lösen kann, sondern es mehrere Behandlungen bedarf. Wenn man aber nach jeder Behandlung eine kleine Verbesserung sieht, dann weiß man wenigstens, dass man auf einem guten Weg ist.



Bewegungsmuster aufbrechen


Bevor es um Bewegungsmuster geht, sollten wir erst einmal klären, was überhaupt ein Bewegungsmuster ist. Ein Bewegungsmuster ist ein koordinierter Bewegungsablauf, den man gut kennt. Meist handelt es sich um eine Koordination zwischen verschiedenen Gelenken.

Man hat ein Gefühl für die Ausführung der Übung und das Muster abgespeichert und macht sich während der Ausführung häufig nicht mehr so viele Gedanken darüber. Die Bewegung ist also automatisiert.


„Man findet sein Bewegungsmuster, verinnerlicht es und speichert es ab.“

Wenn man aber an Grenzen der Leistungsfähigkeit kommt und man über Einzelteile spricht, dann muss man das Muster auch mal aufbrechen, um dann wieder einen Schritt nach vorne gehen zu können.


„Das tut weh am Anfang, weil die Leistung total einbricht!“

Aber genau dann muss man daran arbeiten und erst mal sein Ego hintenanstellen, um sich anschließend wieder steigern zu können. Ziel ist es, das Bewegungsmuster neu abzuspeichern und sich zu verbessern.

Oft muss man einen Schritt zurückgehen, um dann zwei Schritte nach vorne gehen zu können!



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